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Alphabet-Aktie: 900 Millionen Gemini-Nutzer sprechen eine klare Sprache

Trotz Verzögerungen beim Gemini 3,5 Pro-Modell zeigt Alphabet beeindruckende KI-Fortschritte – mit 900 Millionen monatlichen Nutzern und rasant wachsenden Umsätzen.

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Alphabet-Aktie: 900 Millionen Gemini-Nutzer sprechen eine klare Sprache

Einige Anleger haben sich zuletzt von der Alphabet-Aktie (GOOGL, GOOG) getrennt, nachdem Berichte über eine Verzögerung des Gemini 3,5 Pro-Modells die Runde machten. Das Modell war bereits im Mai angekündigt worden, befindet sich aber offenbar noch in der Testphase. Alphabet ist der Ansicht, dass es noch nicht marktreif ist. Die reflexartige Reaktion mancher Investoren verdeckt dabei den Blick auf das eigentliche Bild: Das Unternehmen hat in kürzester Zeit enorme Fortschritte im KI-Bereich erzielt.

Konkret verzeichnet Alphabet inzwischen 900 Millionen monatliche Gemini-Nutzer – eine Zahl, die das Unternehmen in weniger als einem Jahr mehr als verdoppelt hat. Zum Vergleich: Wettbewerber wie OpenAI (ChatGPT) und Anthropic (Claude) verfügen nicht über eine vergleichbare Reichweite über so viele Dienste hinweg. Alphabet profitiert dabei von seinem allgegenwärtigen Ökosystem aus Google-Suche, YouTube, Android und Google Workspace, in die Gemini jeweils integriert ist.

Gemini-Nutzerwachstum und erste Milliardenumsätze

Das starke Nutzerwachstum schlägt sich bereits in handfesten Zahlen nieder. Alphabet erzielte im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Gemini. Das zeigt, dass das Unternehmen zunehmend erfolgreich darin ist, KI-Nutzer in zahlende Kunden umzuwandeln. Ein weiterer bedeutender Faktor: Apple nutzt Gemini als zugrunde liegendes KI-Modell für die neue Siri-KI. Damit wird ein Hauptkonkurrent zu einem der größten Gemini-Kunden – und soll Alphabet Berichten zufolge jährlich rund 1 Milliarde US-Dollar zahlen.

Die Strategie, Gemini als Teil umfassenderer Software-Abonnements zu bündeln, könnte sich langfristig als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen. Während OpenAI und Anthropic ihre KI-Dienste primär als eigenständige Produkte vermarkten, kann Alphabet auf eine bestehende Nutzerbasis von Milliarden Menschen zurückgreifen. Diese strukturelle Stärke ist schwer zu replizieren und dürfte Alphabets Position im KI-Markt langfristig festigen.

Neuer KI-Chip soll Effizienz vervielfachen

Neben dem Nutzerwachstum arbeitet Alphabet auch an der Hardware-Seite seiner KI-Strategie. Laut einem Bericht von The Information entwickelt das Unternehmen einen neuen Prozessor namens „Frozen v2", der Teile der Gemini-Architektur direkt in den Chip integriert. Das Ergebnis soll beeindruckend sein: sechs- bis zehnmal mehr KI-Token pro Stromeinheit im Vergleich zu den aktuellen Tensor Processing Units (TPUs).

Der Frozen-Prozessor soll voraussichtlich 2028 auf den Markt kommen. Er ist damit zwar noch einige Jahre entfernt, signalisiert aber den langfristigen Investitionswillen von Alphabet im Bereich KI-Hardware. Für Anleger ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass das Unternehmen nicht nur auf Software-Ebene, sondern auch bei der zugrundeliegenden Infrastruktur konsequent in seine KI-Zukunft investiert.

Bewertung der Alphabet-Aktie bleibt attraktiv

Trotz aller Fortschritte wird die Alphabet-Aktie derzeit vergleichsweise günstig gehandelt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der letzten zwölf Monate liegt bei lediglich 26 – deutlich unter dem Branchendurchschnitt im Technologiesektor von 40. Diese Diskrepanz könnte darauf hindeuten, dass der Markt das KI-Potenzial von Alphabet noch nicht vollständig einpreist.

Die Alphabet-Aktie liegt im bisherigen Jahresverlauf nur knapp vor dem S&P 500. Wer jedoch auf kurzfristige Modellverzögerungen mit einem Verkauf reagiert, riskiert, den langfristigen Wachstumstrend zu verpassen. KI-Software und -Dienste entwickeln sich kontinuierlich weiter, und selbst große Technologiekonzerne benötigen Zeit, um sich an einen sich verändernden Markt anzupassen. Die fundamentalen Daten sprechen dabei eine klare Sprache: 900 Millionen Nutzer, 1,2 Milliarden Dollar KI-Umsatz und ein neuer Hochleistungschip in der Pipeline sind keine Kleinigkeiten.

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