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Almonty Industries startet Wolframverarbeitung in südkoreanischer Sangdong-Mine

Der Wolframproduzent Almonty Industries nimmt die Verarbeitungsanlage in Südkorea in Betrieb und markiert damit einen entscheidenden Meilenstein.

Almonty Industries startet Wolframverarbeitung in südkoreanischer Sangdong-Mine

Almonty Industries, an der Nasdaq und der australischen Börse ASX notiert, hat in seiner Sangdong-Mine in Südkorea den Verarbeitungsbetrieb aufgenommen. Das Unternehmen begann diesen Monat mit der Zuführung von gelagertem Fördererz in die neu in Betrieb genommene Verarbeitungsanlage, um verkaufsfähiges Wolframkonzentrat herzustellen. Dieser Schritt markiert den Übergang von Sangdong von der Minenerschließung hin zum aktiven, umsatzgenerierenden Betrieb.

Ende des ersten Quartals verfügte Almonty über rund 120.000 Tonnen gelagertes Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,24 % Wolframtrioxid. Im zweiten Quartal kamen weitere 19.700 Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,35 % Wolframtrioxid hinzu. Damit standen der Verarbeitungsanlage vor der Inbetriebnahme insgesamt 139.700 Tonnen gelagertes Erz mit einem Mischgehalt von rund 0,25 % Wolframtrioxid zur Verfügung.

Zusätzlich trieb das Unternehmen die Untertage-Erschließung entlang der Hauptader der Sangdong-Mine um 214 Meter voran – ein Zeichen dafür, dass der Ausbau der Mine parallel zur Verarbeitungsaufnahme weiter voranschreitet.

Hochlaufphase mit niedriggradigem Erz

Während der anfänglichen Hochlaufphase der Verarbeitungsanlage setzt Almonty bewusst Material mit geringerem Gehalt ein. Mit fortschreitendem Betrieb werden höhere Gehalte erwartet. Bemerkenswert: Das als niedriggradig eingestufte Erz aus Sangdong ist laut Unternehmensangaben immer noch dreimal so hochwertig wie das Erz der Panasqueira-Mine von Almonty in Portugal.

Lewis Black, Chairman, President und CEO von Almonty, erläutert die Strategie: „Da der Durchsatz nun angelaufen ist, wird während der ersten Inbetriebnahmephase gelagertes Erz zugeführt, um die Erzmischung zu optimieren und die gleichbleibende Beschickungsqualität aufrechtzuerhalten, die die Anlage während des Hochfahrens des Betriebs benötigt."

Black betont zudem den wirtschaftlichen Wert des vorhandenen Lagerbestands: „Bei den aktuellen Wolframpreisen entspricht das im derzeitigen Lagerbestand enthaltene Wolfram etwa 2,6 Monaten des Durchsatzes der Phase I mit einem illustrativen Bruttowert im Prozess von etwa 68 Millionen US-Dollar."

Strategische Bedeutung für die westliche Wolfram-Lieferkette

Der CEO ordnet den Meilenstein in einen größeren geopolitischen Kontext ein. Der Übergang vom Bau und der Inbetriebnahme einer Mine zur tatsächlichen Verarbeitung von Erz zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat erfolge nach Jahrzehnten, in denen der Westen seine Wolfram-Lieferkette habe verkümmern lassen. Wolfram ist ein strategisch bedeutsamer Rohstoff, der unter anderem in der Rüstungsindustrie, im Werkzeugbau und in der Elektronikindustrie eingesetzt wird.

Black blickt zuversichtlich in die Zukunft: „In Verbindung mit unserer geplanten nachgelagerten Wolframoxid-Anlage und den von uns gesicherten langfristigen Abnahmeverträgen kommen wir der Realisierung der voll integrierten Wolfram-Wertschöpfungskette näher, die nach unserer Überzeugung die Rolle von Almonty als führender westlicher Wolframproduzent für viele Jahre definieren wird."

Für deutsche und europäische Anleger ist Almonty Industries besonders interessant, da das Unternehmen mit der Sangdong-Mine und der Panasqueira-Mine in Portugal eine westliche Alternative zu den von China dominierten Wolfram-Lieferketten aufbaut. Die Inbetriebnahme der Verarbeitungsanlage in Südkorea ist damit nicht nur ein operativer, sondern auch ein strategisch bedeutsamer Schritt für die Rohstoffversorgung westlicher Industrienationen.

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