Alligator Energy: Erster Bohrlochtest bei Samphire-Uranprojekt übertrifft Erwartungen
Das australische Unternehmen meldet hervorragende Ergebnisse beim ersten Feldgewinnungsversuch und bestätigt die technische Machbarkeit der ISR-Urangewinnung.

Alligator Energy Limited (ASX: AGE) hat den ersten Bohrlochtest im Rahmen seines Feldgewinnungsversuchs („Field Recovery Trial", FRT) beim Samphire-Uranprojekt erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse stimmen nicht nur mit den Annahmen der unternehmenseigenen Scoping-Studie überein, sondern übertreffen diese in mehreren Bereichen sogar. Das Unternehmen wertet dies als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Erschließung des Projekts.
Das erste Bohrlochmuster hat den vollständigen geplanten Gewinnungszyklus durchlaufen. Dabei wurde das Ziel einer Urangewinnungsrate von 70 Prozent über 70 Porenvolumenaustausche erreicht – ein zentraler Benchmark, den Alligator Energy für diesen Testabschnitt angestrebt hatte. Die Ergebnisse bestätigen die starke technische Machbarkeit der In-situ-Gewinnung (ISR) aus dem Samphire-Paläochannelsystem und untermauern die wirtschaftlichen Annahmen des Projekts.
Beeindruckende Kennzahlen aus dem Bohrlochtest
Besonders hervorzuheben ist die Durchflussrate des Extraktionsbohrlochs: Bei Pumpversuchen wurden Werte von mehr als 5 Litern pro Sekunde gemessen. Damit übertrifft das Projekt die typischen weltweiten ISR-Bohrlochdurchflussraten von 0,5 bis 3 Litern pro Sekunde deutlich. Dies ist auf eine vorteilhafte Permeabilität im Untergrund zurückzuführen und bestätigt eine effektive Flüssigkeitsbewegung innerhalb der mineralisierten Zone.
Der durchschnittliche Urangehalt in der Lösung aus dem Testmuster betrug 115 ppm U₃O₈. Dieser Wert übertrifft die Annahmen der aktualisierten Scoping-Studie und liegt am oberen Ende der weltweit bei ISR-Betrieben beobachteten Spanne von 70 bis 120 ppm. Auch der Reagenzienverbrauch liegt gemäß internationalen Benchmarks in der Kategorie „äußerst günstig", was auf effiziente Laugungsbedingungen und begrenzte Reagenzienverluste hindeutet.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem ersten Bohrlochtest im Überblick:
- Urangewinnungsrate von 70 % innerhalb von rund 70 Porenvolumina erreicht
- Durchflussraten von über 5 L/s – weit über dem globalen ISR-Durchschnitt
- Durchschnittlicher Lösungsgehalt von 115 mg/L U₃O₈ – am oberen Ende der weltweiten Benchmarks
- Reagenzienverbrauch in der Kategorie „äußerst günstig" gemäß internationalen Standards
- Salinitätsmanagement und Grundwasserchemie ohne negative Auswirkungen auf die Gewinnungsleistung
- Ionenaustausch- und Elutionsprozess erfolgreich demonstriert
CEO zeigt sich zuversichtlich
Andrea Marsland-Smith, CEO und Managing Director von Alligator Energy, kommentierte die Ergebnisse positiv: „Wir sind durch die Feldleistung unseres ersten Testmusters als unserem ersten wichtigen Meilenstein zur Risikominderung sehr ermutigt – insbesondere durch die Übereinstimmung mit unseren Modellannahmen und den ISR-Benchmarks zu diesem Zeitpunkt. Das Erreichen unseres Ziels einer Gewinnungsrate von 70 % in der für den Test vorgesehenen Zeit ist ein Beleg für die fundierte Wissenschaft hinter unseren Annahmen und die operative Erfahrung des Teams."
Die ISR-Methode gilt als besonders kosteneffizientes und umweltschonendes Verfahren zur Urangewinnung. Dabei wird eine Lösungsflüssigkeit in den Untergrund gepumpt, die das Uran aus dem Gestein löst und anschließend an die Oberfläche gefördert wird. Dieses Verfahren kommt weltweit bei rund der Hälfte der Uranproduktion zum Einsatz und ist insbesondere für Lagerstätten mit günstiger Permeabilität geeignet – wie es bei Samphire offenbar der Fall ist.
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Zur AktienanalyseZweites Bohrlochmuster startet in Kürze
Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Tests wird Alligator Energy in der kommenden Woche mit dem zweiten Bohrlochmuster beginnen. Dieses ist gezielt darauf ausgelegt, einen Bereich mit geringerem Gehalt und geringerer Permeabilität an den Rändern des mineralisierten Systems zu testen. Das Unternehmen erwartet dabei niedrigere Durchflussraten und eine längere Bewertungsdauer als beim ersten Muster.
Die Ergebnisse des zweiten Bohrlochmusters sollen im dritten Quartal des Kalenderjahres 2026 veröffentlicht werden. Die gewonnenen Daten werden in das zukünftige Bohrfelddesign sowie in die bankfähige Machbarkeitsstudie (Bankable Feasibility Study) einfließen. Damit rückt das Samphire-Projekt einen weiteren Schritt in Richtung kommerzieller Erschließung.


