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Allied Gold und Zijin: Milliarden-Fusion erhält regulatorische Genehmigungen

Kanada und afrikanische Behörden geben grünes Licht für die C$5,5-Milliarden-Übernahme von Allied Gold durch Zijin.

Allied Gold und Zijin: Milliarden-Fusion erhält regulatorische Genehmigungen

Die Allied Gold Corporation hat einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Übernahme durch Zijin Gold International erreicht. Die kanadischen Behörden erteilten die Genehmigung gemäß dem Investment Canada Act, womit das regulatorische Verfahren in Kanada offiziell abgeschlossen ist. Zijin Gold International, an der Hongkonger Börse notiert, darf damit sämtliche ausgegebenen und ausstehenden Aktien von Allied übernehmen.

Allied Gold ist sowohl an der Toronto Stock Exchange (TSX) als auch an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet und zählt zu den bedeutenden Goldproduzenten mit Aktivitäten in Westafrika und Ostafrika. Das Unternehmen betreibt drei produzierende Minen sowie Entwicklungsprojekte in der Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Mali und Äthiopien.

Breite regulatorische Unterstützung aus Afrika

Neben der kanadischen Genehmigung erhielt die Transaktion auch die fusionskontrollrechtliche Freigabe von zwei bedeutenden afrikanischen Wirtschaftsblöcken. Die regionale Wettbewerbsbehörde der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) sowie die Wettbewerbs- und Verbraucherschutzkommission des Gemeinsamen Marktes für das östliche und südliche Afrika (COMESA) haben beide ihre Zustimmung erteilt. Weitere regulatorische Genehmigungen in den afrikanischen Gastländern liegen entweder bereits vor oder befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.

Ein wesentlicher Baustein fehlt jedoch noch: Die Zustimmung der chinesischen Regulierungsbehörden steht bislang aus. Da Zijin Gold International in Hongkong notiert ist und enge Verbindungen zur Volksrepublik China unterhält, ist diese Genehmigung ein zentrales Element für den endgültigen Abschluss der Transaktion.

Frist bis Juli 2025 verlängert

Um den ausstehenden Genehmigungsprozess in China zu ermöglichen, haben Allied und Zijin gemeinsam beschlossen, die sogenannte „Outside Date"-Frist zu verlängern. Diese Frist, bis zu der die Transaktion abgeschlossen sein muss, wurde vom ursprünglichen Datum 29. Mai auf den 29. Juli 2025 verschoben. Solche Fristverlängerungen sind bei komplexen grenzüberschreitenden Übernahmen, die mehrere Jurisdiktionen betreffen, ein gängiges Instrument.

Das Übernahmeangebot von Zijin beläuft sich auf C$44 pro Allied-Aktie in bar. Damit bewertet Zijin die gesamte Transaktion mit rund C$5,5 Milliarden – umgerechnet ein erheblicher Betrag, der die strategische Bedeutung der Allied-Gold-Assets für den chinesischen Konzern unterstreicht. Für die Aktionäre von Allied stellt das vollständige Barangebot eine klare und attraktive Ausstiegsmöglichkeit dar.

Hintergrund: Chinesische Bergbaukonzerne auf Expansionskurs

Die geplante Übernahme reiht sich in eine breitere Strategie chinesischer Bergbauunternehmen ein, ihre internationalen Goldreserven auszubauen. Afrikanische Goldminen stehen dabei besonders im Fokus, da der Kontinent über erhebliche unerschlossene Ressourcen verfügt. Allied Golds Präsenz in der Elfenbeinküste, Mali und Äthiopien macht das Unternehmen zu einem attraktiven Ziel für einen global agierenden Konzern wie Zijin.

Sobald auch die chinesische Regulierungsbehörde ihre Freigabe erteilt, steht dem endgültigen Abschluss der Transaktion nichts mehr im Wege. Anleger und Marktbeobachter dürften die Entwicklungen in Peking bis zum neuen Outside Date am 29. Juli 2025 genau verfolgen.

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