Alcoa zahlt 38 Millionen Dollar nach illegaler Rodung in Australien
US-Aluminiumkonzern muss Rekordstrafe für unrechtmäßige Waldrodung in Westaustralien entrichten

Der US-Aluminiumkonzern Alcoa muss 38 Millionen US-Dollar (55 Millionen Australische Dollar) zahlen, nachdem das Unternehmen zwischen 2019 und 2025 illegal knapp 2.100 Hektar des Northern Jarrah Forest südlich von Perth gerodet hat. Die australische Regierung bezeichnete die Zahlung als "beispiellos" und als die größte ihrer Art in der Geschichte des Landes.
Die Rodung erfolgte ohne die erforderlichen staatlichen Genehmigungen und betraf wichtige Lebensräume im heimischen Jarrah-Wald Westaustraliens. Die Zahlung wurde durch rechtlich durchsetzbare Verpflichtungserklärungen abgesichert und fließt vollständig in naturschutzorientierte Initiativen.
Die Mittel werden gezielt für ökologische Ausgleichsmaßnahmen eingesetzt. Ein Schwerpunkt liegt auf Schutzprogrammen für gefährdete Rabenkakadus, die in den Jarrah-Bäumen nisten. Zudem soll das Management invasiver Arten verbessert werden, um die verbleibenden Waldbestände zu schützen.
Jahrzehntelanger Bauxit-Abbau mit Folgen
Alcoa baut seit den 1960er Jahren in Westaustralien Bauxit ab, das Ausgangsmaterial für die Aluminiumproduktion. In diesem Zeitraum rodete das Unternehmen bereits rund 28.000 Hektar des heimischen Jarrah-Waldes. Der Jarrah-Wald ist ein einzigartiges Ökosystem, das nur in Westaustralien vorkommt und zahlreiche endemische Arten beherbergt.
In den vergangenen Jahren sah sich Alcoa wachsendem öffentlichen Widerstand gegen seine Rodungspraktiken gegenüber. Die Umweltauswirkungen des Bergbaus rückten zunehmend in den Fokus von Naturschützern und der lokalen Bevölkerung.
Rekord-Protest gegen weitere Rodungspläne
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Zur AktienanalyseBesonders deutlich wurde der Widerstand im vergangenen Jahr: Ein Vorschlag zur Rodung weiterer 11.500 Hektar Jarrah-Wald löste eine Rekordzahl von 59.000 Eingaben aus der Öffentlichkeit bei der staatlichen Umweltbehörde aus. Diese beispiellose Resonanz unterstreicht die wachsende Sensibilität der australischen Bevölkerung für Umweltthemen.
Die aktuelle Strafzahlung könnte einen Wendepunkt im Umgang mit Bergbauunternehmen in Australien markieren. Sie sendet ein klares Signal, dass unrechtmäßige Rodungen nicht toleriert werden und mit empfindlichen finanziellen Konsequenzen verbunden sind.


