Alamos-CEO prognostiziert Goldpreis von 6.000 Dollar bis Jahresende
Strukturelle Nachfrage durch Zentralbanken und private Investoren treibt Rally weiter an

Der Goldpreis hat diese Woche ein neues Rekordhoch über 5.600 Dollar je Unze erreicht. Das Edelmetall verzeichnet damit im laufenden Jahr bereits einen Wertzuwachs von mehr als 17 Prozent. John McCluskey, CEO des kanadischen Bergbauunternehmens Alamos Gold, sieht weiteres Aufwärtspotenzial bis zur Marke von 6.000 Dollar.
Die anhaltende Rally wird durch eine Kombination aus globaler Unsicherheit, Erwartungen sinkender US-Zinsen und kontinuierlichen Käufen der Zentralbanken befeuert. Zusätzliche Nervosität brachten die jüngsten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump gegen Südkorea sowie die Aussicht auf einen möglichen Regierungsstillstand vor der Finanzierungsfrist am 30. Januar.
Strukturelle Nachfrage als Preistreiber
"Der Goldpreis wird derzeit durch starke Käufe der Zentralbanken in mindestens einem halben Dutzend Ländern sehr gut gestützt", erklärt McCluskey gegenüber Investing.com. Besonders China, Russland und deren Handelspartner hätten ihre Goldreserven in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich aufgestockt. Diese strukturelle Nachfrage habe den aktuellen Höhenflug ausgelöst und ziehe nun auch verstärkt Privatanleger an.
Fondsmanager berichten von Rekordzuflüssen in ihre Goldfonds, was sowohl dem Rohstoffpreis als auch den Goldaktien zugutekommt. McCluskey betont, dass die strukturelle Nachfrage den Großteil des aktuellen Goldpreises widerspiegele, nun aber zusätzlich das Momentum durch Privatinvestoren verstärkt werde.
Unabhängig von US-Zinspolitik
Auf die Frage nach der Abhängigkeit von weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank zeigt sich der Alamos-CEO gelassen. "Obwohl Zinssenkungen der Fed ein beitragender Faktor sein mögen, glaube ich nicht, dass der Ausblick für Gold davon abhängt", so McCluskey. Die Käufe der Zentralbanken würden den Goldpreis auch ohne weitere geldpolitische Lockerungen stützen.
Dieser Aufwärtstrend halte bereits seit etwa zehn Jahren an und biete noch weiteren Spielraum nach oben. Selbst eine mögliche Deeskalation geopolitischer Risiken würde laut McCluskey keine signifikante Trendwende auslösen, da zu viele andere Faktoren den Markt stützten.
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Zur AktienanalyseBreiter Konsens über weitere Preissteigerungen
Der Optimismus beschränkt sich nicht nur auf die Goldbranche selbst. "Auch die CEOs großer Banken sprechen über stärkere Goldpreise", betont McCluskey. Die Kombination aus anhaltender globaler Unsicherheit, der Diversifizierung der Währungsreserven weg vom US-Dollar und der wachsenden Nachfrage privater Investoren schaffe ein günstiges Umfeld für weitere Preissteigerungen.
Die Entwicklung des Goldpreises bleibt damit ein Barometer für die globale wirtschaftliche und politische Stabilität. Mit der fortgesetzten Akkumulation durch Zentralbanken und dem steigenden Interesse institutioneller sowie privater Anleger dürfte das Edelmetall seine Rolle als sicherer Hafen weiter festigen.

