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Aktive Fonds gegen S&P 500: Wer schlägt den Index wirklich?

Nur etwa 20 Mainstream-US-Fonds schlugen den S&P 500 über fünf Jahre – doch Beständigkeit bleibt das große Problem.

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Aktive Fonds gegen S&P 500: Wer schlägt den Index wirklich?

Der S&P 500 hat in den vergangenen zehn Jahren eine Rendite von rund 240% erzielt und damit andere wichtige Aktienregionen weit hinter sich gelassen. Für viele Anleger ist der US-Leitindex damit gleichzeitig die größte Renditequelle und der größte Grund zur Sorge – denn hohe Bewertungen und die extreme Dominanz der sogenannten „Magnificent Seven"-Aktien werfen berechtigte Fragen auf.

Genau diese Konzentration macht es aktiven Fondsmanagern besonders schwer, den Markt zu schlagen. Fonds, die nicht bereit oder in der Lage sind, ähnlich konzentrierte Wetten wie ein Indexfonds einzugehen, kämpfen seit Jahren darum, den S&P 500 konsistent zu übertreffen. Betrachtet man die Performance der Mainstream-US-Aktienfonds – ohne jene mit starkem Fokus auf Small- oder Mid-Cap-Aktien – haben über fünf Jahre lediglich rund 20 Titel den Index geschlagen.

Die Top-Fonds im Überblick

An der Spitze steht der BlackRock US Dynamic D Acc (B87XJQ6), der das Kapital der Anleger über fünf Jahre nahezu verdoppelt hat. Der Fonds setzt auf bekannte Schwergewichte: NVIDIA macht 6,5% des Portfolios aus – zum Vergleich: Im S&P 500 Tracker liegt der Anteil bei 7,7%. Amazon kommt auf 6,3%, Alphabet auf 4,8%. Auffällig ist zudem die Position in Micron Technology mit 4,4%, während das Unternehmen im S&P 500 nur rund 1,5% ausmacht. Zu den ungewöhnlicheren Top-Positionen zählen Cardinal Health und ATI Inc.

Ein ähnliches Muster zeigt der New Capital US Growth GBP Acc (B3M6FR8): Nvidia und Alphabet halten jeweils fast 8% des Portfolios. Hinzu kommen Positionen in Broadcom, Lam Research, Applied Materials und Palo Alto Networks. Dieser Fonds scheint besonders stark vom KI-Boom abhängig zu sein – mit Eli Lilly aus dem Gesundheitssektor findet sich jedoch auch ein Gegengewicht unter den Top-10-Holdings.

Anleger sollten sich bewusst sein, dass viele der derzeit führenden US-Fonds besonders große Wetten auf Künstliche Intelligenz eingehen. Ein Rücksetzer in diesem Bereich könnte diese Fonds empfindlich treffen.

Income-Fonds als Alternative

Erfrischend anders positioniert ist der BNY Mellon US Equity Income GBP W Inc (BD5M755). Der Fonds mit einer Dividendenrendite von rund 1,7% hält etwa ein Viertel seines Portfolios in Finanzwerten und 13,4% im Gesundheitswesen. Kein einziges Mitglied der Magnificent Seven findet sich unter den Top-10-Holdings – stattdessen dominieren Namen wie JPMorgan Chase, UnitedHealth Group, Fifth Third Bancorp, Colgate-Palmolive und Cisco Systems. US-Banken haben seit 2024 besonders stark performt, was den Erfolg einiger Income-Fonds erklären dürfte.

Auch der BlackRock American Income Trust (LSE:BRAI) zeigt ein gemischtes Bild: Neben Alphabet, Amazon und Micron Technology finden sich Finanzwerte wie Berkshire Hathaway und JPMorgan Chase sowie Energiekonzerne wie Exxon Mobil und Chevron. Der Trust bietet eine Dividendenrendite von über 4%.

Das Beständigkeitsproblem

Trotz starker Fünf-Jahres-Renditen offenbart ein genauerer Blick eine ernüchternde Wahrheit: Die meisten Top-Performer schlugen den S&P 500 in den letzten fünf vollen Kalenderjahren (2021 bis 2025) nur in zwei von fünf Jahren. BlackRock US Dynamic etwa erreichte dies lediglich zweimal – ein Ergebnis, das für viele der anderen Spitzenreiter ebenfalls gilt.

Anleger stehen damit vor einer klaren Wahl: entweder bei einem kostengünstigen S&P 500 Tracker bleiben oder einen aktiven Fonds wählen, der ähnliche Wetten eingeht, und diesen mit einem anders positionierten Fonds kombinieren. Income-Fonds, Value-Fonds oder Fonds mit Fokus auf Small- und Mid-Cap-Aktien können dabei eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Unter den besser abschneidenden Small-Cap-Fonds über fünf Jahre finden sich der CT American Smaller Companies Z Acc GBP (B8358Z8), der FTF Royce US Smaller Companies W Acc (BP9LKJ7) sowie der wertorientierte VT De Lisle America B GBP (B3QF3G6). Mit dem M&G North American Value GBP I Acc (B61S424) hat es zudem ein expliziter Value-Fonds in die Tabelle der Top-Performer geschafft.

Ein besonderer Fall ist Pershing Square Holdings (LSE:PSH) unter Manager Bill Ackman. Das extrem konzentrierte Portfolio hatte einst eine gute Bilanz bei der konsistenten Outperformance des S&P 500. Im Jahr 2026 befindet sich der Fonds jedoch in einer Schwächephase: Ein Verlust von rund 21% seit Jahresbeginn belastet die Erfolgsbilanz. Zuletzt hat das Team Positionen in Magnificent-Seven-Mitgliedern wie Microsoft aufgebaut – ein Schritt, den andere aktive globale Aktienmanager angesichts von Sorgen über KI-Ausgaben gerade umkehren.

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