Aktienmärkte pausieren nach Rally – Yen steigt trotz Wahlsieg
Schwache US-Einzelhandelsdaten bremsen globale Börsen, während japanische Währung überraschend zulegt.

Die weltweiten Aktienmärkte haben am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt, nachdem schwächer als erwartete US-Einzelhandelsumsätze die jüngste Erholungsrally dämpften. Gleichzeitig setzte der japanische Yen seine überraschende Aufwärtsbewegung fort und notierte bei 153,3 je US-Dollar – der dritte Gewinntag in Folge.
Die US-Kern-Einzelhandelsumsätze fielen im Dezember um 0,1%, zudem wurden die Zahlen für November und Oktober nach unten korrigiert. Diese Entwicklung belastete den US-Dollar und ließ Anleger in sichere Häfen wie Anleihen flüchten. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichten mit 4,14% ein Einmonatstief, während der S&P 500 um 0,3% nachgab.
Besonders bemerkenswert entwickelt sich der Yen: Seit dem klaren Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi am Sonntag legte die japanische Währung gegenüber dem Dollar um rund 2,5% zu. Dies widerspricht den Erwartungen vieler Analysten, die aufgrund ihrer expansiven Konjunkturpläne mit Druck auf Währung und Anleihen gerechnet hatten.
Ungewöhnliche Marktdynamik in Japan
"Um auf einen steigenden Yen zu setzen, muss man daran glauben, dass die Korrelation zum Nikkei bricht", erklärt Brent Donnelly, Gründer von Spectra Markets. Normalerweise fällt der Yen, wenn der Aktienmarkt steigt – doch aktuell klettern beide. Die Nikkei-Futures stiegen am Mittwoch, während der Kassamarkt feiertagsbedingt geschlossen blieb.
Die asiatischen Märkte zeigten sich uneinheitlich: Hongkongs Börse legte 1% zu, während chinesische Konsumwerte nach schwachen Inflationsdaten nachgaben. Gold überschritt wieder die Marke von 5.000 Dollar je Unze und profitierte von der unsicheren Stimmung.
Australische Banken im Fokus
Der australische Markt sprang um 1,7% nach oben, getrieben von starken Quartalszahlen. Die Commonwealth Bank of Australia schoss um 6,8% in die Höhe, nachdem sie Rekordgewinne, Kreditwachstum und eine höhere Dividende meldete. Im Gegensatz dazu brach die Biotech-Aktie CSL um 11% auf ein Achtjahrestief ein – das Unternehmen verzeichnete einen Gewinnrückgang und gab den Abgang seines CEO bekannt.
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Zur AktienanalyseDer australische Dollar erreichte ein Dreijahreshoch, nachdem der stellvertretende Zentralbankgouverneur betonte, die Inflation sei zu hoch. Dies schürte Spekulationen über weitere Zinserhöhungen. Der Euro stieg über 1,19 Dollar, während Bitcoin bei 67.400 Dollar verharrte und Mühe hatte, die 70.000-Dollar-Marke zu durchbrechen.
Am Ölmarkt stabilisierten sich die Brent-Futures bei 69,18 Dollar pro Barrel, während Investoren die diplomatischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran beobachten. Für den weiteren Tagesverlauf werden wichtige US-Arbeitsmarktdaten erwartet, die weitere Impulse für die Märkte liefern könnten.


