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Aktien der Woche: IBM, Netflix und KI-Werte unter Druck

Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien, ein IBM-Absturz und ein enttäuschender Netflix-Ausblick belasteten die Märkte – Energiewerte glänzten.

Aktien der Woche: IBM, Netflix und KI-Werte unter Druck

Die Börsenwoche stand im Zeichen deutlicher Verluste bei Technologie- und KI-Werten. IBM brach um 28% ein, Netflix verlor rund 9,2% und Halbleiteraktien gerieten unter breiten Verkaufsdruck. Lediglich der Energiesektor bot Anlegern in dieser turbulenten Woche einen Lichtblick.

IBM gehörte zu den größten Verlierern der Woche. Der Technologiekonzern legte vorläufige Umsatzzahlen für das zweite Quartal in Höhe von 17,2 Milliarden US-Dollar vor – deutlich unter dem Analystenkonsens von 17,86 Milliarden Dollar. Als Ursache gilt eine Neupriorisierung der IT-Budgets von Unternehmen hin zu Hardware-Infrastruktur, was die Ausgaben im margenstärkeren Softwaregeschäft von IBM kannibalisierte.

Wamsi Mohan, Analyst bei BofA Securities, senkte sein Kursziel für IBM daraufhin von 330 auf 280 US-Dollar, behielt jedoch die Kaufempfehlung bei. „Wir sind überrascht über das Ausmaß der Verfehlung beim Umsatz, da das Beratungsgeschäft relativ stabil war, aber sowohl Software als auch Infrastruktur die Schätzungen deutlich verfehlten", kommentierte Mohan die Zahlen.

Halbleitersektor unter Druck

Speicherchip-Hersteller und der gesamte Halbleitersektor gerieten in dieser Woche ebenfalls massiv unter Druck. Gewinnmitnahmen bei KI-bezogenen Aktien sowie die jüngste US-Notierung von SK Hynix belasteten die Stimmung im gesamten Sektor. Micron fiel um 7,8%, die ADRs von SK Hynix sanken um 4,6%, Western Digital gab um 13,4% nach, Seagate verlor 7,2% und SanDisk fiel sogar um über 18%.

Der Ausverkauf weitete sich auf den gesamten Halbleitersektor aus. Arm Holdings war mit einem Minus von 16% am stärksten betroffen. Intel gab um 11,5% nach, Qualcomm verlor 9,3%, Lam Research sank um 7,9% und Applied Materials rutschte um 6,4% ab. Die Kursbewegungen spiegelten die wachsende Besorgnis der Anleger über die Nachhaltigkeit des Wachstums der KI-Kapitalausgaben wider.

Netflix enttäuscht mit Ausblick

Netflix verlor in der Berichtswoche rund 9,2%, darunter allein 7,9% am Freitag. Auslöser war eine Prognose für das dritte Quartal, die hinter den Erwartungen der Wall Street zurückblieb. Zusätzlich kündigte der Streaming-Riese an, die Häufigkeit der Offenlegung seiner Zuschauerstunden zu reduzieren, während das Unternehmen neue Wachstumswege verfolgt.

Eric Sheridan, Analyst bei Goldman Sachs, senkte sein Kursziel für Netflix von 110 auf 94 US-Dollar, behielt jedoch die Einstufung „Buy" bei. Er begründete dies mit dem langfristigen Vertrauen in das Mitgliederwachstum, die Preismacht und einen steigenden Strom an Werbeeinnahmen.

Energiesektor als klarer Gewinner

Während Technologiewerte litten, präsentierte sich der Energiesektor in dieser Woche stark. US-amerikanische und iranische Angriffe trieben die Ölpreise nach oben und beflügelten die großen Branchenwerte auf breiter Front. Marathon Petroleum führte die Gruppe mit einem Plus von 8,7% an, gefolgt von ExxonMobil mit 7,4%, Phillips 66 mit 7,1% und Chevron mit 6,8%.

Auch ConocoPhillips und Occidental Petroleum legten um 4,8% beziehungsweise 4,2% zu, während EOG Resources ebenfalls um 4,2% stieg. Für Anleger, die in dieser Woche auf Energiewerte gesetzt hatten, zahlte sich die Positionierung damit deutlich aus – ein seltener Lichtblick in einer ansonsten von Verlusten geprägten Börsenwoche.

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