Akamai-Aktie steigt 4%: Morgan Stanley hebt Rating deutlich an
Die Aktie von Akamai Technologies legt im vorbörslichen Handel um 4 Prozent zu. Morgan Stanley stuft das Papier gleich um zwei Stufen von "Untergewichten" auf "Übergewichten" hoch und sieht einen Wendepunkt beim Wachstum.

Die Aktien von Akamai Technologies (NASDAQ:AKAM) verzeichnen im vorbörslichen Handel einen Kurssprung von 4 Prozent. Auslöser ist eine deutliche Hochstufung durch Morgan Stanley, die das Rating von "Untergewichten" direkt auf "Übergewichten" angehoben haben. Die Analysten sehen das Unternehmen nach Jahren schwachen Wachstums vor einem Wendepunkt.
Stagnation soll der Vergangenheit angehören
Seit der Pandemie dümpelte das Umsatzwachstum von Akamai bei lediglich 4 bis 5 Prozent pro Jahr. Der Grund: Rückgänge im traditionellen Content-Delivery-Geschäft fraßen die Zuwächse in anderen Bereichen auf. Diese Entwicklung rechtfertigte bislang die negative Einschätzung von Morgan Stanley, die hohe Investitionen mit begrenztem kurzfristigem Ertrag erwartete.
Doch nun ändert sich die Einschätzung fundamental. Die Analysten erwarten eine deutliche Verbesserung des Gesamtwachstums, getragen von drei Säulen: einer Stabilisierung im Content-Delivery-Bereich, solidem Sicherheitswachstum und einem dynamisch expandierenden Compute-Geschäft.
Content-Delivery stabilisiert sich
Der Content-Delivery-Bereich, der rund 30 Prozent des Umsatzes ausmacht, soll sich nach Jahren zweistelliger Rückgänge stabilisieren. Morgan Stanley verweist auf Branchenkonsolidierung, die die Preisgestaltung stützt, verbesserte Traffic-Trends und wachsende Nachfrage durch Live-Sport-Übertragungen als positive Faktoren.
Sicherheitsgeschäft bleibt stabil
Für den Sicherheitsbereich, der mit 53 bis 54 Prozent mehr als die Hälfte des Umsatzes beisteuert, prognostizieren die Analysten bis 2027 ein hohes einstelliges Wachstum. Schnell wachsende Produkte wie API-Sicherheit und Mikrosegmentierung sollen das langsamere Wachstum reiferer Angebote wie Web-Application-Firewalls und DDoS-Abwehr kompensieren.
Compute-Bereich als Wachstumstreiber
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Zur AktienanalyseDas stärkste Wachstum erwarten die Analysten im Compute-Segment, das 16 bis 17 Prozent des Umsatzes ausmacht. Hier rechnet Morgan Stanley mit einer Beschleunigung in den hohen Zehnerbereich, angetrieben durch eine anhaltende Expansion der Cloud-Infrastruktur-Dienstleistungen von über 40 Prozent. Als wichtige Katalysatoren nennt die Bank die verbesserte Performance von Linode, Akamais Public-Cloud-Einheit, sowie den erwarteten Beitrag der Akamai Inference Cloud ab 2026.
Deutliches Bewertungspotenzial
Morgan Stanley sieht erhebliches Aufwärtspotenzial bei der Bewertung. Die Aktie wird derzeit mit dem etwa 11-fachen der Gewinnschätzung für 2027 von 8,20 Dollar gehandelt, was die Aussichten auf schnelleres Umsatz- und Gewinnwachstum unterschätze. Die Bank erhöhte ihr Kursziel von 83 auf 115 Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent impliziert. Das Basisszenario geht von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate des Umsatzes von 7 Prozent bis 2027 aus.


