Ägyptisches Pfund fällt auf Rekordtief wegen Iran-Konflikt
Der US-israelische Krieg gegen den Iran trifft Ägyptens Währung mit voller Wucht – trotz geografischer Distanz.

Das Ägyptische Pfund hat am Montag ein neues Rekordtief erreicht. Am Offshore-Markt verlor die Währung 3,4 Prozent und fiel auf 54,6 Ägyptische Pfund je US-Dollar. Laut Bloomberg-Daten ist dies der stärkste Einbruch innerhalb von drei Wochen.
Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar zählt das Ägyptische Pfund zu den weltweit schwächsten Währungen. Trotz der geografischen Distanz von mehreren hundert Kilometern zum Iran und zum Persischen Golf gehören ägyptische Vermögenswerte zu den am stärksten betroffenen im gesamten Nahen Osten. Die Nähe zur Krisenregion und die wirtschaftliche Verflechtung machen Ägypten besonders anfällig für regionale Schocks.
Inflationsdruck wächst weiter
Der Währungsverfall verstärkt den ohnehin erheblichen Inflationsdruck in Ägypten. Bereits jüngste Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Metrotickets hatten die Verbraucherpreise angeheizt. Ein schwächeres Pfund verteuert zudem Importe, was die Kaufkraft der ägyptischen Bevölkerung weiter belastet.
Die ägyptische Zentralbank hält am Donnerstag ihre nächste Zinssitzung ab. Der Leitzins liegt derzeit bei 19 Prozent, nachdem die Behörden ihn im vergangenen Jahr schrittweise gesenkt hatten, als sich das Verbrauchspreisenwachstum verlangsamte. Angesichts des erneuten Währungsdrucks steht die Notenbank nun vor einem schwierigen Abwägungsprozess zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger mit Engagements in Schwellenländer-Anleihen oder Nahost-Fonds ist die Entwicklung relevant. Der Konflikt im Persischen Golf sendet Schockwellen durch die gesamte Region und erhöht die Risikoaufschläge für Staatsanleihen aus Ägypten und benachbarten Ländern spürbar.


