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Agnico Eagle senkt Goldprognose 2026 nach Erdbewegung in Quebec

Ein Gesteinsrutsch im Tagebau Barnat trifft den Goldproduzenten hart – die Aktie verliert vorbörslich 3,8 Prozent.

Agnico Eagle senkt Goldprognose 2026 nach Erdbewegung in Quebec

Die Aktie von Agnico Eagle Mines Limited (NYSE: AEM, TSX: AEM) geriet am Donnerstag unter Druck und verlor im vorbörslichen Handel 3,8 Prozent. Auslöser war eine Gesteinsbewegung an der Nordwand des Tagebaus Barnat im Canadian-Malartic-Komplex in der kanadischen Provinz Quebec, die das Unternehmen zur Senkung seiner Goldproduktionsprognose für 2026 zwang.

Der Vorfall ereignete sich am 1. Juli 2026. Agnico Eagle stellte den Bergbaubetrieb in der betroffenen Grube vorsorglich vorübergehend ein. Verletzt wurde niemand, und es entstanden weder Sachschäden noch Umweltauswirkungen.

Instabiles Gebiet war bereits bekannt

Die Gesteinsbewegung ereignete sich in einem Bereich, der zuvor als geologisch instabiler eingestuft worden war. Dieser Abschnitt unterlag bereits einer verstärkten geotechnischen Überwachung gemäß den etablierten Minenplanungs- und Sicherheitsprotokollen des Unternehmens. Der Vorfall kam damit nicht völlig überraschend, hat jedoch spürbare Auswirkungen auf die Produktionsplanung.

Konkret erwartet Agnico Eagle, dass der Vorfall die Goldproduktion bei Canadian Malartic in der zweiten Jahreshälfte 2026 um rund 60.000 bis 80.000 Unzen reduzieren wird. Für das Gesamtjahr 2026 geht das Unternehmen nun davon aus, dass die Produktion am unteren Ende der bisher kommunizierten Prognosespanne von 3,3 bis 3,5 Millionen Unzen Gold landen wird.

Das zweite Quartal 2026 war von dem Vorfall nicht betroffen. Agnico Eagle erwartet für diesen Zeitraum eine Produktion von rund 845.000 Unzen Gold – ein Wert, der leicht über dem ursprünglichen Plan liegt. Während der Aussetzung des Tagebaubetriebs wird die Verarbeitungsanlage von Canadian Malartic mit minderwertigem Erz aus bestehenden Lagervorräten versorgt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Auswirkungen bis 2028 – Langfristziel bleibt bestehen

Die Folgen des Vorfalls beschränken sich nicht allein auf das laufende Jahr. Nach aktuellem Stand erwartet Agnico Eagle auch in den Jahren 2027 und 2028 eine verringerte Produktion von bis zu rund 150.000 Unzen Gold pro Jahr. Der Tagebau Barnat war ursprünglich bis Anfang 2029 als vollständig ausgefördert geplant.

Trotz dieser Rückschläge betont das Unternehmen, dass die Gesteinsbewegung weder die Erschließung noch den Produktionsausblick der Odyssey-Mine beeinträchtigt. Auch das langfristige Ziel, im Canadian-Malartic-Komplex Anfang der 2030er Jahre eine Jahresproduktion von einer Million Unzen Gold zu erreichen, bleibt unverändert bestehen.

Weitere Details zur aktualisierten Produktions- und Kostenprognose will Agnico Eagle gemeinsam mit den Ergebnissen für das zweite Quartal 2026 am 29. Juli 2026 vorlegen. Anleger dürften diesen Termin mit besonderem Interesse verfolgen, um Klarheit über das volle Ausmaß der Auswirkungen zu erhalten.

Der Canadian-Malartic-Komplex zählt zu den bedeutendsten Goldminen Kanadas und ist ein zentraler Produktionspfeiler von Agnico Eagle. Das Unternehmen gehört zu den größten Goldproduzenten weltweit und ist sowohl an der New Yorker Börse (NYSE) als auch an der Toronto Stock Exchange (TSX) notiert.

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