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African Rainbow Minerals startet Milliardenprojekte für Platin und Nickel

ARM genehmigt Bokoni-Platinprojekt für 15,2 Mrd. Rand und nimmt Nickelmine Nkomati wieder in Betrieb.

African Rainbow Minerals startet Milliardenprojekte für Platin und Nickel

African Rainbow Minerals (ARM) hat zwei bedeutende Bergbauprojekte in Südafrika grünes Licht gegeben. Der Vorstand des breit aufgestellten Bergbauunternehmens genehmigte sowohl die Entwicklung des Platinprojekts Bokoni im Bushveld-Komplex in der Provinz Limpopo als auch die Wiederaufnahme des Nickelminenbetriebs Nkomati in Mpumalanga. Beide Entscheidungen markieren einen bedeutenden Schritt für ARMs Wachstumsstrategie im südafrikanischen Rohstoffsektor.

Das Bokoni-Projekt ist mit geschätzten Investitionskosten von 15,2 Milliarden Rand das größere der beiden Vorhaben. Es handelt sich um ein sogenanntes Brownfield-Projekt, also die Erweiterung und Reaktivierung bestehender Infrastruktur. Konkret umfasst es die Sanierung einer bestehenden Aufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 60.000 Tonnen pro Monat sowie den Bau einer neuen Anlage für weitere 120.000 Tonnen pro Monat – zusammen ergibt das eine Gesamtkapazität von 180.000 Tonnen monatlich.

Die Grundlage für die Investitionsentscheidung bildet eine endgültige Machbarkeitsstudie, die im Juni abgeschlossen wurde. ARM plant, die erste Produktion in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 aufzunehmen. Die vollständige Inbetriebnahme ist für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2030 vorgesehen.

Attraktive Kennzahlen für das Bokoni-Platinprojekt

Im stabilen Betriebszustand soll Bokoni jährlich zwischen 350.000 und 400.000 Unzen Platingruppenmetalle (PGM) der Sechs-Elemente-Gruppe produzieren. PGM umfassen Platin, Palladium, Rhodium sowie weitere seltene Metalle, die vor allem in der Automobilindustrie für Katalysatoren und zunehmend in Wasserstoffanwendungen gefragt sind.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen des Projekts können sich sehen lassen: ARM weist einen Nettobarwert (NPV) nach Steuern von 5,9 Milliarden Rand aus, berechnet auf Basis eines nominalen Abzinsungssatzes von 18 % nach Steuern. Der interne Zinsfuß (IRR) liegt bei 28 %, und die erwartete Amortisationszeit beträgt sechs Jahre.

ARM äußert sich trotz des globalen Trends zu batterieelektrischen Fahrzeugen zuversichtlich zur langfristigen PGM-Nachfrage. Das Unternehmen verweist auf die Widerstandsfähigkeit der industriellen Nachfrage sowie auf strukturelle Angebotsengpässe: „Anhaltende Unterinvestitionen, die beschleunigte Erschöpfung von Schächten in Südafrika und ein struktureller Rückgang in anderen Förderregionen werden zusammengenommen voraussichtlich das Primärangebot schrittweise verringern. Es wird erwartet, dass diese Dynamik den Platinmarkt in ein Defizit führt, was den PGM-Korbpreis stützt und Anreize für neue Produktionen schafft", so ARM.

Nkomati: Südafrikas einziger Primärnickelproduzent kehrt zurück

Parallel zur Bokoni-Entscheidung gab ARM die Wiederaufnahme des Nickelminenbetriebs Nkomati in Mpumalanga bekannt. Die Sanierungsarbeiten an der Anlage sollen bereits im Juli beginnen, die Wiederaufnahme des eigentlichen Bergbaubetriebs ist für Oktober geplant. Die Investitionskosten für dieses Projekt belaufen sich auf 753 Millionen Rand bei einer Minenlebensdauer von 13 Jahren.

Der Nettobarwert von Nkomati nach Steuern wird mit 764 Millionen Rand angegeben, berechnet mit einem nominalen Abzinsungssatz von 17 %. Auch hier liegt der interne Zinsfuß bei 28 %, die Amortisationszeit wird mit fünf Jahren erwartet. Im stabilen Betrieb soll die Mine jährlich 56.000 Tonnen Nickelkonzentrat produzieren und dabei einen freien Cashflow von 616 Millionen Rand pro Jahr erwirtschaften.

ARM hebt die strategische Bedeutung des Projekts hervor: „Die Wiederaufnahme des Nickel-Tagebaubetriebs in Nkomati stellt eine risikoarme und unmittelbar umsetzbare Entwicklungschance dar. Das Projekt nutzt die bestehende Bergbau- und Verarbeitungsinfrastruktur von Nkomati und basiert auf einer großen polymetallischen Ressource mit einer gesicherten Abnahmevereinbarung für Nickelkonzentrat, wodurch Südafrikas einziger Primärnickelproduzent wieder etabliert wird."

Für Anleger, die den südafrikanischen Rohstoffsektor beobachten, signalisieren diese Entscheidungen ein wachsendes Vertrauen in die langfristige Nachfrage nach Platingruppenmetallen und Nickel – zwei Rohstoffen, die für die Energiewende und die Automobilindustrie gleichermaßen von zentraler Bedeutung sind.

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