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ADP-Studie: Nur 22 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich sicher

Trotz historisch niedriger Arbeitslosigkeit weltweit zweifeln die meisten Beschäftigten an der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes, zeigt eine ADP-Umfrage.

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ADP-Studie: Nur 22 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich sicher

Weltweit fühlen sich nur wenige Arbeitnehmer wirklich sicher in ihrem Job. Laut dem Bericht „People at Work 2026" des Lohnabrechnungs- und Personaldienstleisters ADP stimmten global lediglich 22% der Beschäftigten voll und ganz der Aussage zu, dass ihr Arbeitsplatz sicher vor einem Stellenabbau sei. Für den Bericht wurden im Jahr 2025 mehr als 39.000 erwachsene Arbeitnehmer in 36 Märkten befragt – ein breites Fundament, das die Ergebnisse besonders aussagekräftig macht.

Bemerkenswert ist, dass in keinem der untersuchten Märkte eine Mehrheit der Arbeitnehmer von der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes überzeugt war – und das trotz einer weltweit historisch niedrigen Arbeitslosigkeit. Nigeria verzeichnete mit 38% den höchsten Anteil an Beschäftigten, die sich sicher fühlten. Japan bildete mit lediglich 5% das Schlusslicht. In den USA gaben 28% der Befragten an, sich sicher zu fühlen, in Großbritannien waren es nur 25%.

Unbezahlte Überstunden weit verbreitet

Neben der Jobangst offenbart die Studie ein weiteres strukturelles Problem: Unbezahlte Mehrarbeit ist unter Beschäftigten weltweit die Regel, nicht die Ausnahme. ADP ermittelte, dass 62% der Arbeitnehmer weltweit bis zu fünf unbezahlte Stunden pro Woche leisten. Weitere 26% berichteten von sechs bis 15 unbezahlten Stunden wöchentlich, und 12% gaben sogar an, 16 oder mehr unbezahlte Stunden pro Woche zu arbeiten.

Besonders stark betroffen sind Führungskräfte: Die Hälfte der oberen Führungsebene und der C-Suite-Manager gab an, mindestens sechs unbezahlte Stunden pro Woche zu leisten. 20% dieser Gruppe arbeiteten laut den Daten sogar 16 oder mehr unbezahlte Stunden wöchentlich. ADP warnt dabei vor einem Trugschluss: Arbeitnehmer, die die meisten unbezahlten Stunden leisteten, berichteten zwar häufiger von hohem Engagement und einem Sinn in ihrer Arbeit – gleichzeitig fühlten sie sich aber auch weniger produktiv, weniger erfolgreich und suchten häufiger nach einer neuen Stelle.

KI steigert Engagement, aber nicht immer die Produktivität

Seit dem Durchbruch von KI-Tools wie ChatGPT im Jahr 2022 hat künstliche Intelligenz zunehmend Einzug in die Arbeitswelt gehalten. Die ADP-Umfrage liefert dazu ein differenziertes Bild: Tägliche KI-Nutzer gaben viermal häufiger als Nicht-Nutzer an, weniger produktiv zu sein, als sie sein könnten. Gleichzeitig zeigten häufige KI-Nutzer ein höheres Engagement, weniger Stress und äußerten sich positiver über ihre Teamkollegen.

Besonders auffällig ist der Zusammenhang zwischen KI-Nutzung und Mitarbeiterengagement: Unter den Personen, die täglich KI-Tools einsetzen, waren 30% voll bei der Arbeit engagiert. Bei Arbeitnehmern, die KI nie nutzen, lag diese Quote lediglich bei 14% – ein deutlicher Unterschied, der die transformative Wirkung digitaler Werkzeuge auf die Arbeitsmotivation unterstreicht.

Engagement weltweit auf niedrigem Niveau

Das Mitarbeiterengagement hat sich seit der Pandemie zwar verbessert, bleibt aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Nur 19% der Arbeitnehmer weltweit waren im Jahr 2025 voll engagiert, wie ADP ermittelte. Die Unterschiede zwischen den Märkten sind dabei erheblich: Brasilien wies mit 29% die höchste Engagementrate auf, China mit 11% die niedrigste. Nach Regionen betrachtet war das Engagement im Nahen Osten und in Afrika mit 25% am höchsten, im asiatisch-pazifischen Raum mit 15% am niedrigsten.

ADP sieht Arbeitgeber klar in der Pflicht, gegenzusteuern. Das Unternehmen empfiehlt, in Kompetenzen zu investieren, Vertrauen aufzubauen, den Mitarbeitern zu helfen, einen Sinn in ihrer Tätigkeit zu finden, und Stress zu reduzieren. Der Zusammenhang zwischen Kompetenzentwicklung und Engagement ist dabei besonders stark: Unter den Arbeitnehmern, die voll und ganz zustimmten, dass ihr Arbeitgeber in sie investiert, waren 53% voll engagiert. Wo diese Unterstützung fehlte, lag die Quote bei lediglich 12% – ein Unterschied, der die Bedeutung gezielter Personalentwicklung für Unternehmen weltweit deutlich macht.

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