Adnocs Expansionspläne: Mögliche Übernahme von Wintershall Dea
BASF prüft Verkauf, Harbour Energy interessiert sich - Adnocs Streben nach globalem Einfluss

Der Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi plant anscheinend eine mögliche Übernahme der Ölgesellschaft Wintershall Dea, die derzeit von BASF kontrolliert wird. Diese Nachricht kommt kurz nachdem Adnoc bereits Gespräche über eine Übernahme des Kunststoffherstellers Covestro aufgenommen hat. Laut Informationen von Insidern, die mit den Plänen vertraut sind, prüft Adnoc seit einiger Zeit die Möglichkeit eines Kaufangebots für Wintershall Dea. Dabei wird das deutsche Unternehmen auf eine Bewertung von mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt.
BASF ihrerseits hat in Erwägung gezogen, seine 73-prozentige Beteiligung an Wintershall zu verkaufen. Die restlichen Anteile an Wintershall gehören der Investmentfirma LetterOne des Investors Mikhail Fridman. Es wurde auch berichtet, dass der britische Öl- und Gaskonzern Harbour Energy Interesse an Wintershall Dea gezeigt hat.
Weder Adnoc noch BASF haben bisher offiziell zu diesen Berichten Stellung genommen. Auch Wintershall hat noch keine Kommentare dazu abgegeben, und Harbour Energy hat sich gegenüber einer Stellungnahme enthalten.
Adnoc hat in letzter Zeit aktiv an Expansionen und Übernahmen gearbeitet, um seine weltweite Präsenz auszubauen. Neben den laufenden Gesprächen über eine mögliche Übernahme von Covestro verhandelt Adnoc auch mit der österreichischen OMV über eine Fusion ihrer Petrochemie-Sparten Borealis und Borouge. Darüber hinaus ist der Ölkonzern auf der Suche nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten in Afrika.
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Zur AktienanalyseDiese Entwicklungen zeigen, dass Adnoc entschlossen ist, seine Position auf dem globalen Markt zu stärken und sein Portfolio zu diversifizieren. Die Übernahme von Wintershall Dea könnte einen bedeutenden Schritt in diese Richtung darstellen, da sie das Unternehmen in eine völlig neue Branche führen würde. Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen und Diskussionen zwischen den beteiligten Unternehmen in den kommenden Wochen und Monaten verlaufen werden und welche Auswirkungen dies auf die weltweite Energie- und Chemieindustrie haben könnte.


