Adler Group: Milliardenverluste trotz Sanierungsversuchen
Sanierung ohne Zerschlagung: Adler Group meldet Milliardenverlust auch für 2022

Die Adler Group, ein angeschlagener Immobilienkonzern, hat für das Jahr 2022 erneut einen Milliardenverlust verzeichnet. Der Fehlbetrag von knapp 1,7 Milliarden Euro ist auf die Abwertung des Immobilienportfolios sowie die Wertberichtigung auf Forderungen zurückzuführen. Zusätzlich sank der Wert des Vermietungsportfolios um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Adler Group versucht weiterhin, das Unternehmen zu sanieren, ohne es komplett zu zerschlagen. Ein Restrukturierungsplan wurde im November 2022 mit den Gläubigern vereinbart. Dieser sieht vor, milliardenschwere Schulden abzuzahlen, ohne das Unternehmen komplett zu verkaufen. Zudem sollen weitere Immobilien verkauft werden, um ein Berlin-Portfolio mit einem kleineren Umfang und einem geringeren Projektentwicklungsportfolio zu halten.
Allerdings hat die Adler Group noch keinen neuen Abschlussprüfer gefunden, da KPMG ihr Mandat beendet hat. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatte dem Konzern das Testat für den Jahresabschluss 2021 verweigert. Aufsichtsratschef Stefan Kirsten rechnet nicht damit, dass ein neuer Prüfer bis zur Hauptversammlung im Mai gefunden werden kann.
Das Unternehmen hat auch mit Vorwürfen der Gesellschaft Viceroy des Leerverkäufers Fraser Perring zu kämpfen, die dem Immobilienkonzern Betrug, Manipulation und Täuschung seiner Geldgeber vorwerfen. Die Vorwürfe wurden von Adler zurückgewiesen. Die Schieflage des Unternehmens setzt auch Städte unter Druck, in denen große Bauvorhaben ruhen. Dennoch betonte Verwaltungsratschef Stefan Kirsten, dass Adler mehrfach die Insolvenz abwenden konnte, aber sich weiterhin in "rauer See" befinde.
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Zur AktienanalyseInsgesamt bleibt die Situation der Adler Group weiterhin kritisch, da das Unternehmen nach wie vor mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist. Obwohl der Restrukturierungsplan ein wichtiger Schritt zur finanziellen Stabilität der Gruppe war, bleibt es abzuwarten, wie sich die Lage in Zukunft entwickelt. Ein erfolgreicher Abschluss des Restrukturierungsplans und die Lösung der Probleme sind entscheidend für die Zukunft der Adler Group und ihrer Mitarbeiter.


