Accor hebt Prognose an und startet Aktienrückkauf
Trotz leichtem Umsatzrückgang setzt der Hotelkonzern auf Wachstum und prüft Ennismore-Börsengang

Der französische Hotelkonzern Accor hat seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr angehoben und gleichzeitig ein weiteres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Europas größte Hotelgruppe plant, im vierten Quartal eigene Aktien im Wert von 100 Millionen Euro zurückzukaufen. Trotz dieser positiven Maßnahme blieb der Umsatz im dritten Quartal leicht hinter den Markterwartungen zurück, was vor allem auf negative Währungseffekte zurückgeführt wurde.
Das Unternehmen, das Marken wie Ibis und Novotel betreibt, teilte mit, dass es nun ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 11 und 12 Prozent erwartet. Zuvor war Accor von einer Steigerung um 9 bis 10 Prozent ausgegangen, jeweils auf Basis konstanter Wechselkurse. Diese Anpassung spiegelt eine insgesamt robuste operative Entwicklung wider, trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen in mehreren wichtigen Märkten.
Die Hotellerie steht derzeit unter Druck durch geopolitische Unsicherheiten und eine schwache Nachfrage in Teilen Asiens. Accor verwies auf Sicherheitsbedenken in Thailand sowie eine langsame Erholung in China. Auch Wettbewerber wie Hilton und IHG berichteten zuletzt von gedämpften Ergebnissen, insbesondere in den USA. Dennoch bekräftigte Accor seine Wachstumsstrategie. Finanzvorständin Martine Gerow betonte, dass die geopolitische Volatilität keine Auswirkungen auf die Expansionspläne des Konzerns habe, insbesondere in der Region Naher Osten.
Im dritten Quartal sank der Umsatz um knapp fünf Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, womit die Erwartungen von Analysten leicht verfehlt wurden. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) stieg um 0,8 Prozent und entsprach damit der durchschnittlichen Prognose. Konzernchef Sébastien Bazin erklärte, die bisher ergriffenen Maßnahmen zum Schutz der Profitabilität wirkten bereits, was die Grundlage für den neuen Aktienrückkauf bilde. Zusammen mit zwei zuvor abgeschlossenen Rückkaufprogrammen beläuft sich deren Gesamtvolumen auf 540 Millionen Euro.
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Zur AktienanalyseZudem bestätigte Accor, weiterhin eine mögliche Börsennotierung seiner Lifestyle-Marke Ennismore zu prüfen. Sollte diese erfolgen, beabsichtigt der Konzern, Mehrheitsaktionär zu bleiben. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben.


