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Abivax-CEO dementiert Übernahmegespräche mit Eli Lilly

Der französische Biotech-Konzern Abivax weist Spekulationen über Übernahmeverhandlungen mit dem US-Pharmagiganten Eli Lilly entschieden zurück. CEO De Garidel bezeichnet die Gerüchte als unrealistisch und rechtlich unmöglich.

Abivax-CEO dementiert Übernahmegespräche mit Eli Lilly

Die Aktie des französischen Biotech-Unternehmens Abivax erlebte in den vergangenen Monaten eine beispiellose Achterbahnfahrt. Von Juli bis Dezember 2025 schnellte der Kurs um mehr als 2.000 Prozent nach oben und erreichte am 26. Dezember einen Höchststand von 145 Euro pro Aktie. Nach einem Dementi der französischen Regierung zu Übernahmegerüchten fiel der Kurs jedoch auf 101 Euro zurück.

Erfolgreiche Studienergebnisse als Kurstreiber

Der massive Kursanstieg lässt sich primär durch die vielversprechenden Ergebnisse der Spätphasenstudien für das Medikament Obefazimod erklären. Das Präparat zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen zeigte am 22. Juli überzeugende Wirksamkeitsdaten, was bei Investoren große Euphorie auslöste. Die Hoffnungen auf einen Blockbuster-Wirkstoff trieben den Aktienkurs in schwindelerregende Höhen.

Übernahmegerüchte sorgen für zusätzliche Volatilität

Zusätzlichen Auftrieb erhielt die Aktie durch einen Bericht der französischen Publikation La Lettre im Dezember. Diese behauptete, der US-Pharmakonzern Eli Lilly habe Gespräche mit der französischen Regierung über eine mögliche Übernahme von Abivax geführt. Sowohl die französische Regierung als auch Abivax wiesen diese Darstellung umgehend zurück.

CEO bezeichnet Übernahmegespräche als "illegal"

Abivax-CEO De Garidel stellte in einem Interview klar, dass es keinerlei Übernahmegespräche gegeben habe. "Wenn es ein solches Gespräch gegeben hätte, wäre dies illegal", betonte er. Der Manager, der für seine Expertise bei hochkarätigen Biotech-Transaktionen bekannt ist, erklärte, ihm seien keine Details zu angeblichen Treffen zwischen Eli Lilly oder anderen Unternehmen mit dem französischen Finanzministerium bekannt.

Ablauf einer Übernahme würde staatliche Prüfung erfordern

De Garidel erläuterte die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Übernahme eines französischen Unternehmens. Zwar könne ein interessiertes Unternehmen theoretisch vorab mit dem Finanzministerium sprechen, um den Prozess zu verstehen. Die eigentliche staatliche Prüfung ausländischer Direktinvestitionen beginne jedoch erst nach einer öffentlichen Ankündigung der Transaktion zwischen Käufer und Zielunternehmen.

"Der erste Schritt, bevor die Regierung einbezogen wird, muss eine öffentliche Transaktion sein, die zwischen dem Käufer und dem übernommenen Unternehmen kommuniziert wird. Das ist nicht geschehen", stellte der CEO klar. Daher könne die Vorstellung, dass in Frankreich über eine Abivax-Übernahme diskutiert worden sei, nicht der Realität entsprechen.

Fokus auf Geschäftsentwicklung statt Spekulationen

De Garidel bezeichnete die Übernahmegerüchte als "Ablenkung", betonte aber gleichzeitig: "Unsere Pflicht ist es, uns nicht ablenken zu lassen." Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf die Entwicklung und Vermarktung von Obefazimod, das bei erfolgreicher Zulassung erhebliches Umsatzpotenzial verspricht.

Die volatile Kursentwicklung zeigt, wie anfällig Biotech-Aktien für Spekulationen sind, insbesondere wenn vielversprechende Studiendaten auf Übernahmefantasien treffen. Anleger sollten bei derartigen Kursexplosionen Vorsicht walten lassen und zwischen fundamentalen Entwicklungen und reinen Gerüchten unterscheiden.

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