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AbbVie vor Milliarden-Übernahme von Biotech-Firma Apogee Therapeutics

Der US-Pharmakonzern AbbVie will Apogee Therapeutics für rund 10,9 Milliarden Dollar übernehmen – mit einem Aufschlag von 60 Prozent.

AbbVie vor Milliarden-Übernahme von Biotech-Firma Apogee Therapeutics

Der US-Pharmakonzern AbbVie steht offenbar kurz vor einem milliardenschweren Zukauf. Laut einem Bericht der „Financial Times" vom Freitag, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, plant AbbVie die Übernahme des Biotech-Unternehmens Apogee Therapeutics für rund 10,9 Milliarden Dollar. Eine offizielle Ankündigung könnte bereits am Montag folgen.

Das gebotene Kaufangebot entspricht einem Aufschlag von etwa 60 Prozent auf den Schlusskurs der Apogee-Aktie vom Donnerstag. Das ist eine erhebliche Prämie – und ein klares Signal dafür, wie strategisch wertvoll AbbVie das Unternehmen einschätzt. Weder AbbVie noch Apogee waren zunächst für eine Stellungnahme erreichbar.

Apogee: Junges Unternehmen mit vielversprechender Pipeline

Apogee Therapeutics wurde erst 2022 gegründet und hat sich auf die Entwicklung von Therapien gegen Entzündungs- und Immunerkrankungen spezialisiert. Trotz des jungen Alters hat das Unternehmen bereits erhebliches Kapital eingesammelt. Erst im vergangenen Monat sicherte sich Apogee eine Finanzierung von bis zu 1,3 Milliarden Dollar von Blackstone Life Sciences.

Diese Mittel sollen die späte klinische Entwicklungsphase sowie die mögliche Vermarktung eines Medikaments gegen Ekzeme finanzieren. Genau dieser Bereich dürfte für AbbVie besonders attraktiv sein: Der Konzern ist bereits mit seinem Blockbuster-Medikament Humira in der Immunologie stark positioniert und sucht nach neuen Wachstumstreibern.

Strategischer Zukauf im hart umkämpften Immunologie-Markt

Für Privatanleger ist diese Transaktion aus mehreren Gründen relevant. Übernahmen in der Pharmaindustrie mit Prämien von 60 Prozent oder mehr zeigen, wie intensiv der Wettbewerb um vielversprechende Wirkstoffkandidaten in der Immunologie ist. Große Konzerne wie AbbVie sind bereit, tief in die Tasche zu greifen, um ihre Pipelines zu stärken und den Patentablauf bestehender Produkte zu kompensieren.

Apogee ist damit ein weiteres Beispiel für den anhaltenden Trend, dass gut finanzierte Biotech-Start-ups mit innovativen Ansätzen schnell ins Visier etablierter Pharmariesen geraten. Die Kombination aus Blackstone-Finanzierung und nun der möglichen AbbVie-Übernahme unterstreicht das hohe Vertrauen institutioneller Investoren in die Apogee-Pipeline.

Die Transaktion, sofern sie zustande kommt, wäre eine der größten Pharmaübernahmen des laufenden Jahres und dürfte die Aufmerksamkeit der gesamten Biotech-Branche auf sich ziehen.

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