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AbbVie: 100 Mrd. Dollar für F&E und Preissenkungen

Der US-Pharmariese AbbVie hat mit der Trump-Regierung eine weitreichende Vereinbarung getroffen. Das Unternehmen verpflichtet sich zu Preissenkungen und investiert 100 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung in den USA.

AbbVie: 100 Mrd. Dollar für F&E und Preissenkungen

Der Pharmahersteller AbbVie hat am Montag eine dreijährige Vereinbarung mit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump bekanntgegeben. Im Zentrum der Abmachung stehen Preissenkungen für wichtige Medikamente sowie massive Investitionen in die heimische Forschung und Entwicklung.

100 Milliarden Dollar für Forschung und Produktion

AbbVie verpflichtet sich, in den kommenden zehn Jahren 100 Milliarden Dollar in Forschung, Entwicklung und Fertigung in den USA zu investieren. Die Investition soll unter anderem die Direktangebote für Patienten über die Plattform TrumpRx erweitern. Betroffen sind weit verbreitete Medikamente wie Alphagan, Combigan, das Blockbuster-Medikament Humira und Synthroid.

Befreiung von Zöllen und Preisvorgaben

Im Gegenzug erhält AbbVie für die Dauer der dreijährigen Vereinbarung eine Befreiung von Zöllen und zukünftigen Preisvorgaben. Weitere Bedingungen der Abmachung bleiben nach Unternehmensangaben vertraulich. Die Vereinbarung verschafft dem Konzern damit Planungssicherheit in einem zunehmend regulierten Marktumfeld.

Druck auf Pharmaindustrie wächst

Die Trump-Regierung setzt die Pharmaindustrie massiv unter Druck, die Medikamentenpreise zu senken. Hintergrund ist die Tatsache, dass US-Amerikaner für verschreibungspflichtige Medikamente oft fast dreimal so viel bezahlen wie Patienten in anderen Industrienationen. Bereits im Dezember hatte die Regierung ähnliche Vereinbarungen mit Roche, Merck und Gilead getroffen.

TrumpRx als neue Vertriebsplattform

Die Preissenkungen sollen über die Plattform TrumpRx erfolgen, die Kunden auf die Websites der Pharmahersteller leitet. Dort können Barzahler die Produkte direkt erwerben. Allerdings profitieren die meisten Amerikaner mit Krankenversicherung möglicherweise nicht von dieser Initiative, da sie Medikamente über festgelegte Zuzahlungen oder Selbstbeteiligungen bezahlen, die auf dem Listenpreis basieren.

Bedeutung für deutsche Anleger

Für Investoren ist die Vereinbarung ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bringt sie Rechtssicherheit und schützt vor weiteren Regulierungen. Andererseits könnten die Preissenkungen die Margen belasten. Die massive Investitionszusage unterstreicht jedoch AbbVies langfristiges Engagement im US-Markt und könnte die Innovationspipeline stärken.

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