AB InBev übertrifft Erwartungen: Sportevents sollen 2026 Wachstum ankurbeln
Weltgrößter Bierbrauer steigert Gewinn trotz schwachem Marktumfeld und setzt auf FIFA-WM

Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev hat im vierten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen und zeigt sich optimistisch für das laufende Jahr. Der Hersteller bekannter Marken wie Budweiser und Stella Artois steigerte den organischen Betriebsgewinn um 2,3 Prozent – deutlich über den prognostizierten 1,4 Prozent. Auch Umsatz und Absatzvolumen lagen über den Erwartungen.
CEO Michel Doukeris zeigte sich zuversichtlich: "Wir beenden das Jahr 2025 mit verbessertem Momentum und gehen gut positioniert in das Jahr 2026." Das Unternehmen bekräftigte seine Jahresprognose für ein Wachstum zwischen 4 und 8 Prozent – mehr als die Konkurrenten Heineken und Carlsberg mit maximal 6 Prozent erwarten.
Sportevents als Wachstumstreiber
AB InBev setzt große Hoffnungen auf die Sportgroßereignisse 2026. Super Bowl, Olympische Winterspiele und vor allem die FIFA-Fußballweltmeisterschaft sollen dem Konzern zusätzliche Impulse verleihen. Der Brauer investierte bereits 7,4 Milliarden Dollar in Vertrieb und Marketing und konnte in zwei Dritteln seiner Märkte Marktanteile gewinnen oder halten.
Die positive Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Branche. Die Biernachfrage sinkt in vielen Schlüsselmärkten aufgrund belasteter Verbraucherfinanzen und ungünstiger Wetterbedingungen. Konkurrent Heineken kündigte erst am Mittwoch den Abbau von bis zu 6.000 Stellen an.
China bleibt Problemmarkt
Trotz der insgesamt positiven Zahlen kämpft AB InBev weiterhin mit erheblichen Herausforderungen. Das jährliche Gewinnwachstum von 4,9 Prozent lag am unteren Ende der Prognosespanne und markiert eine deutliche Verlangsamung gegenüber den über 8 Prozent im Jahr 2024.
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Zur AktienanalyseBesonders die China-Sparte bereitet Sorgen: Der Gewinn brach im vierten Quartal um 38,7 Prozent ein. Rückläufige Umsätze und hohe Ausgaben für die Neuausrichtung des Geschäfts belasten das Ergebnis. Während die Konkurrenz im Reich der Mitte besser abschneidet, sieht AB InBev immerhin erste Anzeichen einer Marktstabilisierung.
Zusätzlich setzen Wechselkursschwankungen und US-Zölle auf Aluminium für Getränkedosen dem Konzern zu. Die gestiegenen Rohstoffkosten drücken auf die Margen in einem ohnehin schwierigen Marktumfeld.


