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7 Millionen US-Studienkreditnehmer stecken in gescheitertem Biden-Programm fest

Fast 7 Millionen Amerikaner verbleiben im hinfälligen SAVE-Programm – ihre Schulden wachsen, ohne Fortschritte beim Erlass.

7 Millionen US-Studienkreditnehmer stecken in gescheitertem Biden-Programm fest

Fast 7 Millionen Kreditnehmer von staatlichen Studienkrediten in den USA sind weiterhin in einem gescheiterten Rückzahlungsplan aus der Biden-Ära eingeschrieben. Das erklärte Nicholas Kent, Staatssekretär im US-Bildungsministerium, am Donnerstag gegenüber dem Sender CNBC. Der Verbleib im sogenannten „Saving on A Valuable Education"-Programm (SAVE) hat für die Betroffenen ernste finanzielle Konsequenzen.

Wer im SAVE-Programm bleibt, sieht seine Schulden durch Zinsen anwachsen – ohne dabei Fortschritte in Richtung eines Schuldenerlasses zu erzielen. Lediglich rund 300.000 Kreditnehmer haben das Programm in den vergangenen Wochen verlassen, so Kent. Für die verbleibenden Millionen besteht das Risiko, nach dem endgültigen Auslaufen des Programms mit unbezahlbaren Monatsraten konfrontiert zu werden oder in die Zahlungsunfähigkeit zu geraten.

Hintergrund: Das SAVE-Programm und sein Scheitern

Die Biden-Regierung hatte SAVE im Jahr 2023 eingeführt und es als den „erschwinglichsten Rückzahlungsplan, der je erstellt wurde" beworben. Viele Kreditnehmer erwarteten im Rahmen des Programms eine Halbierung ihrer monatlichen Raten. Doch von Republikanern angeführte rechtliche Anfechtungen legten den Plan schnell auf Eis. Ab Juli 2024 wurde für Millionen von Kreditnehmern ein Zahlungsaufschub (Forbearance) gewährt, während die rechtlichen Auseinandersetzungen andauerten – monatliche Zahlungen waren damit zunächst ausgesetzt.

Ein Bundesberufungsgericht ordnete schließlich Anfang dieses Jahres das endgültige Ende von SAVE an. Die Trump-Regierung hatte den Kreditnehmern bis vor Kurzem gestattet, in der Zahlungspause zu verbleiben. Ende März erklärten Beamte, dass SAVE-Teilnehmer ab dem 1. Juli etwa 90 Tage Zeit haben werden, um aus dem Programm auszusteigen und eine neue Rückzahlungsoption zu wählen.

Unterschiedliche Fristen und überlastete Dienstleister

Für Kreditnehmer im SAVE-Programm werden unterschiedliche Fristen für den Ausstieg gelten, betonte Kent. Kreditnehmer sollen mit einem Zeitfenster von 90 Tagen rechnen, nachdem sie eine Benachrichtigung von ihrem Kreditdienstleister erhalten haben. Diese Mitteilungen könnten jedoch zu unterschiedlichen Terminen im Laufe des Sommers verschickt werden – „wir wollen die Dienstleister nicht überfordern", so Kent.

Wer einen Ausstieg anstrebt, muss sich zudem auf Wartezeiten einstellen. Ende April warteten laut einem aktuellen Gerichtsantrag mehr als 530.000 staatliche Studienkreditnehmer, die einen neuen Rückzahlungsplan beantragt hatten, in einem Antragsstau. Die Kapazitäten der Kreditdienstleister sind damit bereits jetzt stark ausgelastet.

Schulden wachsen rasant – Experte warnt

Der Hochschulexperte Mark Kantrowitz warnt vor den finanziellen Folgen für jene, die in der SAVE-Zahlungspause verbleiben. Der typische SAVE-Teilnehmer hat einen Kreditsaldo von etwa 57.000 US-Dollar und einen Zinssatz von 6,7 Prozent. Seit der Wiederaufnahme der Zinsansammlung im August sind die Schulden dieser Kreditnehmer bereits um über 2.500 US-Dollar gewachsen, so Kantrowitz.

Hinzu kommt: Kreditnehmer im SAVE-Programm erzielen keinerlei Fortschritte in Richtung eines Schuldenerlasses – weder im Rahmen ihres Rückzahlungsplans noch über das „Public Service Loan Forgiveness"-Programm, das besonders für Beschäftigte im öffentlichen Dienst relevant ist. Wer über seine Frist hinaus im Plan bleibt, wird vom Bildungsministerium automatisch in den „Standard Repayment Plan" oder den „Tiered Standard Repayment Plan" überführt. Viele Kreditnehmer werden die festen Raten dieser Pläne laut Kantrowitz nicht stemmen können.

Das Ausmaß der Herausforderung verdeutlicht ein Blick auf die Gesamtlage: Laut dem Congressional Research Service halten über 42 Millionen Amerikaner Studienkredite, wobei die ausstehenden Schulden insgesamt 1,6 Billionen US-Dollar übersteigen. Die Situation der SAVE-Kreditnehmer ist damit nur ein – wenn auch besonders dringlicher – Teil eines weit größeren strukturellen Problems im amerikanischen Studienkreditsystem.

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